Paragraph 163 VVG

Eine Sache vorweg: Zu diesem Punkt gibt es wohl kein Richtig oder Falsch. Der Paragraph 163 VVG erlaubt es dem Versicherer, unter strengen gesetzlichen Auflagen den Vertrag zu ändern. Meist handelt es sich um eine Preiserhöhung über den benannten Bruttobeitrag hinaus.

Hierzu ein Beispiel: Du hast eine Berufsunfähigkeitsversicherung bei Versicherer X. Dieser hat deinen Preis genau kalkuliert, so dass du nicht zu viel zahlst und dein Beitrag trotzdem stabil bleibt. Alles ist gut. Dann aber passiert ein großes Unglück in Deutschland (Erdbeben, Atomunfall….), und die Zahl der Berufsunfähigen steigt rapide an. Nun muss der Versicherer natürlich viele mehr BU-Rente zahlen als eingeplant. Er hat nun die Wahl: entweder den Preis erhöhen oder in die Insolvenz gehen.

Was den §163 VVG angeht, hast du also die Wahl: entweder die absolute Sicherheit über den Bruttobeitrag (Verzicht auf §163 VVG), oder eine Versicherung, die seine Mitglieder auch im Extremfall über Preiserhöhung  absichert.

Wohnungs- und Grundstücksrechtsschutz

Dieser Baustein kann dazu gewählt werden und sichert dich als Mieter, Pächter oder auch Eigentümer und Vermieter einer Immobilie/Wohnung ab. Der Preis schwankt stark ja nach Status, ein Vermieter muss tiefer in die Tasche greifen als ein Mieter. In der Studentenrechtsschutzversicherung kannst du den Mietrechtsschutz mit vereinbaren. Er ist für alle sinnvoll, die als Mieter einer Wohnung oder auch eines Zimmers wohnen. Solltest du bei deinen Eltern wohnen, ist dieser Baustein für dich weniger sinnvoll.

Verwaltungsrechtsschutz

Der Verwaltungsrechtsschutz unterstützt dich bei der Wahrung von Ansprüchen vor Verwaltungsgerichten (vereinfacht: Mensch gegen Staat). Auch in der Studentenrechtsschutzversicherung hast du diesen Schutz, sofern sich der Sachverhalt im Zusammenhang mit dem Studium befindet. So kannst du zum Beispiel Prüfungsergebnisse anfechten oder Probleme mit dem BAföG-Amt aus dem Weg räumen.

Vertragsrechtsschutz

Man schließt häufiger Verträge ab als man denkt. Geh in den Supermarkt, kauf etwas und schon ist es wieder passiert. Der Vertragsrechtsschutz schützt dich allen Belangen als Vertragspartner ab. In der Studentenrechtsschutzversicherung sind nur Verträge zur Finanzierung des Studiums abgesichert. Solltest du Interesse an einem vollen Vertragsrechtsschutz haben, melde dich einfach hier…

Versicherungssumme Hausratsversicherung

Die Wahl der richtigen Versicherungssumme ist immer wichtig. Dabei sollte man seinen Hausrat richtig einzuschätzen wissen. Im Zweifel lieber etwas mehr als zu wenig absichern. Im Rahmen der Studentenhausratversicherung hast du 5.000€ Versicherungsschutz mit Verzicht auf Unterversicherung. Solltest du mehr benötigen, melde dich einfach in unserer Beratung!

Versicherte Person(en)

Haftpflichtversicherungen gibt es als Single- oder als Familientarif. Im Singletarif ist nur die versicherte Person selbst abgesichert. Beim Familientarif sind auch Ehe-Partner und Kinder versichert. Im allmaxx-Tarif sind auch nichtverwandte dauerhafte Mitbewohner mitversichert. Wichtig ist, dass sie in demselben Haushalt wie der Versicherte leben (Stichwort Wohngemeinschaft!).

Verschuldungshaftung

Dieses Prinzip ist die Grundlage der meisten Haftungsfälle in Deutschland. Sie besagt, dass derjenige, der den Schaden verursacht hat auch dafür aufkommen muss. Eine Ausnahme bildet nur die Haftung im Rahmen der Gefährdungshaftung.

Vermieter-Haftpflicht

Vermieter müssen natürlich in vielen Fällen haften, wenn sie zum Beispiel ihre gesetzlichen Auflagen fahrlässig nicht erfüllen. Auch dies ist eine separate Versicherung.

Verkehrsrechtsschutz

Der Verkehrsrechtsschutz ist ein eigenes Feld, welches häufig optional ist. Hier ist jeder versichert in seiner Rolle als Teilnehmer im Verkehr, sei es als Fußgänger, Radfahrer oder Autofahrer.

Unterversicherung Hausratversicherung

Die Unterversicherung entsteht, wenn der Hausrat deutlich mehr wert ist als die abgesicherte Versicherungssumme. Wenn sich dies im Schadenfall herausstellt, muss der Versicherer auch nur anteilig leisten. Ein Beispiel: Der Hausrat von X hat einen Wert von 30.000€. X sichert aber nur 15.000€ ab. Durch einen Brand entsteht ein Totalschaden, der Schaden beträgt also 30.000€. Nun stellt die Versicherung Unterversicherung fest, und muss nur die Hälfte der zugesagten Leistung, nämlich nur 7500€ erbringen!

Um solchen Zuständen, und vor allem auch deren Prüfungen zu entgehen, bieten vielen Unternehmen den Verzicht der Unterversicherung an. Dafür möchten sie aber auch einen betrag zwischen 500 und 750€ pro Quadratmeter abgesichert wissen. Für Studenten bedeutet dies häufig, dass sie eine hohe Versicherungssumme absichern müssen, obwohl deren Hausrat nur einen Bruchteil dessen wert ist! Hier kommt die Studentenhausratversicherung ins Spiel: Hier wird generell auf die Unterversicherung verzichtet, und das bei einer pauschalen Versicherungssumme von 5000€!

Überspannung Hausratversicherung

Überspannung wird meist durch einen in der Umgebung einschlagenden Blitz verursacht. Die ganze Energie strömt dann mit Pech durch deine Stromleitungen und bringt bei den angeschlossenen elektrischen Geräten die Sicherungen zum glühen. Für viele Fernseher ist es allerdings das letzte Glühen, so dass bei vielen angeschlossen Geräten ein Gewitter ein ziemlich teurer Spaß sein kann. Aber keine Sorge: In der Studentenhausratversicherung seid ihr bis zur Versicherungssumme von 5.000€ abgesichert.

Schlüsselrisiko

Einer der wichtigsten Punkte der Haftpflichtversicherung. Viele Schlüssel gehören zu komplexen Sicherheitssystemen, und der Verlust eines Schlüssels kann schnell den Wechsel der gesamten Anlage bedeuten. Im allmaxx-Tarif sind Schäden durch Verluste fremder Schlüssel bis zu 25.000€ (Schlossaustausch, Objektschutz bis zu 14 Tage) abgesichert bei einem Selbstbehalt von 150€.

Schadensfall Hausratsversicherung

Was tun im Schadensfall? Viele sind dann völlig überfordert. Wichtig ist, rechtzeitig Kontakt mit der Versicherung aufzunehmen. Dazu kann man die Hotline anrufen oder ganz simpel ein Schadensformular auf der Website ausfüllen. Bei Einbruch und Diebstahl muss natürlich zuerst die Polizei verständigt und eine Anzeige erstattet werden.

Haftpflicht Schadenarten

In der Haftung gibt es drei Schadensarten. Bei Personenschäden handelt es sich um Gesundheitsschäden betroffener Personen, z. B. Krankenhauskosten und Schmerzensgeld. Sachschäden sind die Schäden an Objekten. Komplizierte sind Vermögensschäden. Reine Vermögensschäden sind sehr selten. Hier wird jemandem ausschließlich im Vermögen Schaden zugeführt (Beispiel:  Fehlbuchungen am Konto). Häufiger sind jedoch die unreinen Vermögensschäden. Hier sind sie meistens nicht die Ursache, sondern die Konsequenz aus einem anderen Schaden, z. B. Einkommensausfälle nach einem Personenschaden.

Berufsunfähigkeit Risikobeitrag

Dies ist der Beitrag, der tatsächlich dafür verwendet wird, das aktuell anfallende Risiko abzusichern. Da das Risiko mit zunehmendem Alter steigt, ist bei Studententarifen der Risikobeitrag anfangs nur die Hälfte des Bruttobeitrages. Im höheren Alter steigt der Risikobeitrag immer weiter an und ist zeitweise sogar höher als der Bruttobeitrag.

Progression Unfallversicherung

Da schwere Behinderungen häufig deutlich mehr Geld erfordern als ein geringer Invaliditätsgrad (Wohnungsumbau, Spezial-Apparaturen, Verdienstausfall…), macht es Sinn, den Betrag mit schwererer Invalidität überproportional zu steigern. Das wird mit einer Progression erreicht. Hier werden geringe Unfallfolgen auf die Grundinvalidität berechnet, ab einem bestimmten Invaliditätsgrad aber wird mittels Faktoren die Leistung deutlich erhöht. 

Prognosezeitraum

Häufig ist am Anfang nicht ganz klar, ob es sich um eine einfache Krankheit oder um Berufsunfähigkeit handelt. Wenn sich dieser Zustand auf über 6 Monate Arbeitsunfähigkeit hinzieht, gilt bei guten Versicherungen der Zustand der Berufsunfähigkeit als erfüllt und es wird automatisch geleistet.

Obliegenheiten

Das sind Pflichten, du als Versicherter gegenüber der Versicherung hast. Die wohl größte Obliegenheit ist die der Gefahrenvermeidung. Das heißt, dass du alles tun solltest, um einen Schaden zu vermeiden. Dazu gehört zum Beispiel, dass im Winter geheizt werden muss, um Rohrbrüche zu vermeiden. Eine zweite Obliegenheit ist die Informationspflicht bei Gefahrenerhöhung. Klassische Fälle von Gefahrenerhöhungen sind beispielsweise die Einrüstung deiner Fassade, da dadurch die Gefahr eines Einbruchs steigt. Auch eine Gefahrenerhöhung ist die Eröffnung eines Restaurants in deinem Haus, weil so die Brandgefahr steigt. Informieren solltest du deine Versicherung auch, wenn du deine Wohnung mehr als 60 Tage unbeaufsichtigt lässt. In der Regel bleibt es aber bei der Information, eine Preiserhöhung wird es meist nicht geben.