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Abschlussarbeit – typische Stolperfallen

Das Schreiben der Abschlussarbeit stellt für so manchen Studenten eine Herausforderung dar. Schon mit guten Vorsätzen und dem Anfang tun sich viele schwer – und dabei ist ein gelungener Einstieg besonders wichtig. Der Erfolg hängt allerdings nicht nur vom Inhalt ab, sondern auch von anderen Faktoren.

Formale Hürden

Das A und O einer jeden Abschlussarbeit ist die Formatierung. Die meisten Hochschulen legen selbst fest, welche Vorgaben zu erfüllen sind und stellen oftmals sogar entsprechende Vorlagen zur Verfügung. Ist dies nicht der Fall, gelten die einfachen Grundsätze des wissenschaftlichen Arbeitens. So müsst ihr beispielsweise auf den korrekten Aufbau eurer Arbeit achten. Diese hat sich aus der Titelseite, dem Inhaltsverzeichnis, einem Abstract und einem Literaturverzeichnis zusammenzusetzen. Wurden Grafiken, Tabellen oder Symbole eingefügt, sind entsprechende Verzeichnisse anzuhängen. Gleiches gilt für die Nutzung von Abkürzungen. Auf dem Titelblatt muss nicht nur der Name der Hochschule und des Betreuers genannt werden, sondern auch der jeweilige Fachbereich, die Art und das Thema der Arbeit und der Abgabetermin. Wichtig sind auch die Angaben zum Verfasser: Neben dem Vor- und Nachnamen ist auch die Bezeichnung des Studienganges, die Anzahl der Fachsemester und die Immatrikulationsnummer aufzuführen. Eure Adresse und Telefonnummer solltet ihre ebenfalls angeben. Die Seitenzählung ist Pflicht. Dabei wird das Titelblatt zwar mitgezählt, eine Kennzeichnung erfolgt jedoch nicht. Das Inhaltsverzeichnis ist ebenfalls von großer Bedeutung: Es bietet einen ersten Überblick und lässt bereits Rückschlüsse auf die Qualität der Arbeit zu. Im folgenden Fließtext haben die Überschriften eine unterschiedliche Wertigkeit und werden stets linksbündig geschrieben. Der Zeilenabstand wiederum beträgt zumeist anderthalb Zeilen, kann aber – wie auch die Seitenränder – individuell festgelegt werden.
(Mehr zum Aufbau)

Plagiate – mehr als nur ein Kavaliersdelikt

Die Abschlussarbeit muss zwingend eigenständig verfasst werden: Fremde Hilfe dürft ihr grundsätzlich nicht in Anspruch nehmen. Darüber hinaus müssen die Gedanken und Ausführungen dritter Personen durch Fußnoten und Quellenangaben deutlich gekennzeichnet werden – selbst dann, wenn sie nicht wörtlich übernommen wurden. Die Einhaltung dieser Vorgaben ist im Rahmen einer eidesstattlichen Erklärung schriftlich zu versichern. Diese müsst ihr unter Angabe von Datum und Ort unterschreiben. Im Falle eines Verstoßes droht sowohl die Aberkennung der Prüfungsleistung als auch die Einleitung eines Verfahrens wegen Betrugs.

Zitierfähige und -würdige Quellen

Grundsätzlich gilt: Quellen dürfen nur dann zitiert werden, wenn sie von Dritten eingesehen und überprüft werden können. Unproblematisch ist dies zum Beispiel bei publizierten Büchern und in Zeitschriften veröffentlichten Aufsätzen. Anders sieht es aus, wenn interne Unternehmenspapiere oder Diplomarbeiten als Quellen dienen sollen. Sie können von anderen Personen in der Regel nur schwer beschafft werden. Wenn ihr sie trotzdem nutzen wollt, solltet ihr vorsichtshalber nicht nur den Namen des Urhebers nennen, sondern auch seine Adresse. Zu den nicht zitierwürdigen Quellen zählen vor allem belletristische Werke, Vorlesungsskripte und Publikumszeitungen – sie halten dem wissenschaftlichen Anspruch nicht stand.

Rechtschreibung und Grammatik

Natürlich kommt es nicht allein auf die formale Gestaltung der Ausarbeitung an. Einfluss auf die Bewertung hat auch die orthografische und grammatikalische Korrektheit des Textes. Vor diesem Hintergrund ist die Korrekturlesung durch Dritte zu empfehlen. Im Idealfall sind diese fachfremd und haben von der jeweiligen Materie keine Ahnung. So nämlich kann gleich auch die verständliche Erklärung der wesentlichen Grundlagen sichergestellt werden.

Die richtige Bindung

Abschlussarbeiten müssen in der Regel in mehrfacher Ausführung und in gebundener Form beim zuständigen Prüfungsamt eingereicht werden. Grundsätzlich könnt ihr den Druck online z.B. bei diplomarbeitendruckerei.de beauftragen oder im örtlichen Copyshop vornehmen lassen. Beachtet jedoch, dass viele Hochschulen Klemm- und Spiralbindungen ausschließen: Hier besteht die Möglichkeit, einzelne Seiten nachträglich herauszunehmen, hinzuzufügen oder auszutauschen.